ENIGMA La Tène, 2009

ENIGMA La Tène:
Archäologie und Landart begegnen sich.

Mit dem Fotokopierer lotet der Künstler die Fundstücke aus.
Der Künstler im Gespräch mit Madeleine Betschart, Archäologin und Leiterin Museum Schwab, Biel (2008).
Ulrich Studer präsentiert eine Auswahl seiner Bildrecherchen zusammen mit den Originalen.
Ulrich Studer vergleicht und sortiert archäologische Funde aus La Tène mit seinen Fundstücken und Fliessformen im temporären Atelier im Museum Schwab.

Beobachtungen und Spekulationen zu den Keltenschädeln von La Tène

Die Stimmung am Strand von La Tène, beim Ausfluss der Zihl aus dem Neuenburgersee, ist noch heute erhaben und friedlich. La Tène wird als keltische Kultstätte definiert und ich vermute, dass die dort aufgefundenen Schädel von der Bedeutung der bestatteten Menschen zeugen. An die Spekulationen über eine blutrünstige Opferstätte glaube ich nicht.
Die Einkerbungen auf den Totenschädeln gaben Anlass zu vielen Interpretationen. Diese sind nach meinem Dafürhalten Symbole oder Kennzeichnungen.
Im harten Kontrast der Fotokopie zeigt sich die Sorgfalt, mit welcher die Kerben in den Schädel geschnitzt wurden.

Mit der Grafik «La Tène» thematisiere ich den Schädel als Symbol der Erde und als Zentrum des Ich’s.

Ulrich Studer, Januar 2009