
Ulrich Studer
Schauplatz Landschaft
Schauplatz Landschaft
9. August bis 6. September 2025
Vernissage: Samstag, 9. August ab 14 Uhr
14.15 Uhr: Sebastian Laubscher im szenischen Dialog mit Ulrich Studer und Daniel Eymann zur Ausstellung.
Sie sind herzlich eingeladen
Freitag, 29. August um 17 Uhr:
31 GAGALA UNIVERSE
Musikperformance zu «Schauplatz Landschaft»
Raum für Kunst – Löiegruebe
Löwengasse 10, 4500 Solothurn
loiegruebe.ch
Öffnungszeiten: Freitags 16 bis 19 Uhr / Samstags 14 bis 18 Uhr
Pressebericht

Schwerelose Steine im Raum für Kunst Löiegruebe
Der Solothurner Künstler Ulrich Studer erkundet in seiner neuesten Ausstellung, wie Landschaft entsteht und geformt wird.
Judith Frei
Es ist das zweite Mal, dass Ulrich Studer im Raum für Kunst Löiegruebe ausstellt. 2020 trug die Ausstellung den Titel: «Toteis – Spekulationen über das Innere einer Gletschermoräne». Damals spekulierte der Künstler darüber, wie es im Innern einer Gletschermoräne aussehen könnte. Welche Steine findet man im Inneren dieses Landschaftsphänomens? Wie sind sie angeordnet? Dazu waren verschiedene Steine an der Mauer angebracht.
Auch dieses Mal spielen Steine wieder eine Rolle. Wir befinden uns aber nicht im Erdinnern, sondern auf der Erde und in höheren Gefilden: «Schauplatz Landschaft» heisst die Ausstellung. Anlässlich der Vernissage am 9. August beschrieb Studer die über dem Jura hängenden Wolkenformationen. Was für eine Gewalt in ihnen stecke und wie sie die Landschaft durch den Niederschlag, den sie mit sich bringen, unter sich formen können, so Galerist Daniel Eymann.
Studer kennt die von den Jura-Wolken geformte Landschaft gut: Er ist in Solothurn geboren und hat ein Atelier in Rüttenen und in Twann am Bielersee. Zu seinen Arbeitsgebieten zählen unter anderem Landschaftskunst, Malerei und Zeichnungen.
Wolken und Steine strahlen Leichtigkeit aus
Von der Schwere der Wolken ist hier an der Löwengasse nichts zu spüren. Die Wolken-Aquarelle auf Japanpapier strahlen Leichtigkeit aus. Das liegt nicht nur an der Maltechnik, sondern auch am Material: Das Japanpapier ist sehr dünn. Es wiegt nur acht Gramm, erklärt Eymann. Das ist zehnmal leichter als Standardpapier.
Trotz ihrer Leichtigkeit strahlen die Bilder eine gewisse Kraft aus. Denn auch sie können die Landschaft unter sich gestalten. Sie können Steine versetzen und formen. So wie die Steine, die an der Galeriewand angebracht sind. Wie Wolken schweben sie neben den Bildern. Sie sehen verblüffend echt aus. Sie bestehen jedoch aus einem mit Stoff bezogenen Gerüst. Dabei handelt es sich nicht um irgendein Gestein, sondern um Gneis. Gneis ist eine Gesteinsart, die durch die Umwandlung von Gestein unter hohem Druck und hohen Temperaturen entsteht. Gneis kommt nur an die Oberfläche, wenn das darüberliegende Material erodiert ist oder wenn es durch Erdbewegungen an die Oberfläche gehoben wird.
Die Ausstellung ist noch bis zum 6. September in der Solothurner Altstadt zu sehen. Am Freitag, 29. August, findet um 17 Uhr noch eine Musikperformance statt: Zum zweiten Mal spielt das Basler Duo M31 Gagala Universe im Kunstraum. Zum ersten Mal spielten sie an der vergangenen Ausstellung von Adrien Jutard. Das Duo besteht aus Ruedi Linder und Silja Nidecker, die mit verschiedenen Musikrichtungen experimentieren. Sie spielen unterschiedliche und auch exotische Blasinstrumente, zusammen mit Keyboard, Synthesizer und elektronischen Effekten.

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